Erfahrungsbericht

Ich hatte schon länger den Eindruck, dass meine Beinhaare jedes Jahr dunkler und dicker werden. Ob dem wirklich so ist, kann ich nicht genau sagen, aber bereits die Stoppeln am ersten oder zweiten Tag nach dem Rasieren sind immer gut sicht- und vor allem spürbar. Seit ich es dank Baby jetzt auch noch immer seltener schaffe, so regelmäßig zu rasieren wie vorher, war klar, dass eine andere Lösung her muss. Epilieren kommt für mich nicht in Frage, da meine Haut stark zu Reizungen neigt. Während ich schon vom Rasieren mit Rasiergel und neuen Klingen Pickelchen und rote Punkte bekomme, wachsen die Haare nach dem Epilieren trotz häufigen Peelings ständig ein. Meine Ausgangssituation war also die, dass ich von der Haarentfernung extrem genervt und mit dem Ergebnis nicht zufrieden war.

Frau Kegreiß wurde mir von der Mutter einer Freundin empfohlen, die dort regelmäßig zur Gesichtsbehandlung geht. Selbst gelasert wurde sie noch nie, sie wusste nur, dass das Studio wohl denselben Laser besitzt wie ihre Hautarztpraxis und dass sie sich bei Frau Kegreiß immer gut aufgehoben fühlt. Ich informierte mich vorab mithilfe eines Flyers, den sie mir bald nach unserem ersten Gespräch mitbrachte. „Dauerhaft“, „schmerzfrei“ und „sicher“ sind die Wörter, die mir noch im Gedächtnis geblieben sind – ich war also gespannt und habe mich auf das Beratungsgespräch sehr gefreut.

Die Terminvereinbarung lief unkompliziert. Frau Kegreiß‘ Studio befindet sich in einer Art Projekt namens „Kleine Auszeit“ – es gibt außer dem Kosmetikstudio noch einen Friseur, eine kleine Boutique und ein Café mit einem sehr schönen Garten. Ich wurde freundlich empfangen, zum Raum von Frau Kegreiß geführt und dort gleich mit Namen begrüßt. Frau Kegreiß wusste auch vom Telefongespräch noch, worum es gehen sollte und hatte bereits alles aufgebaut. Erfreulicherweise konnten wir nach einer kurzen Einführung auch gleich loslegen – ich hatte nach meinen Erfahrungen mit Hautärzten (Tattoo lasern) schon fast erwartet, dass ich nach dem Vorgespräch nach Hause geschickt werde. Ich durfte mich aber auf eine bereits vorbereitete Liege legen – ich hatte einen Rock angezogen, damit ich keine Hose ablegen musste.

Zuerst wurde an verschiedenen Stellen auf meinen Beinen, die ich am Tag zuvor rasiert hatte, mit einem kleinen stiftähnlichen Gerät der Melaninwert der Haut gemessen. Mir wurde erklärt, dass das die Pigmente sind, die meine Haut dunkler färben und dass davon abhängt, wie das Lasergerät eingestellt werden muss. Während gemessen wurde, durfte ich mir ein paar schematische Schnitte menschlicher Haut anschauen und bekam das Verfahren genau beschrieben. Sehr angenehm fand ich überhaupt, dass Frau Kegreiß mir bei jedem ihrer Schritte in einfachen Worten erklärt hat, was sie gerade tat und warum. Bevor die Behandlung mit dem Laser losgehen konnte, wurde ganz dick ein kühlendes Gel aufgetragen – zuerst auf dem rechten Bein, das ich aufstellen sollte.

Dann ging die eigentliche Behandlung los. Der Laser ist ein relativ großes Gerät mit Rollen – die Strahlen kommen aus einem Handstück, das ein wenig an futuristische Waffen aus einschlägigen Weltraumabenteuerfilmen erinnert. Frau Kegreiß setzte das Gerät beginnend an der Fessel auf das Bein und betätigte wohl einen Auslöser – es piepte jedenfalls immer kurz, bevor sie das Handstück dann umpositionierte. Sie arbeitete immer von unten nach oben. Die ersten paar Piepser spürte ich gar nichts. An stärker behaarten Stellen trat dann die von Frau Kegreiß vorher erwähnte Wärmeempfindung auf. Aber nur ganz kurz und tatsächlich nicht wirklich schmerzhaft. Falls sich jemand schon einmal mit einem dieser neuen BiteAway Stifte oder einfach mit einem heißen Löffel einen Schnakenstich erträglicher machen wollte: Genau so fühlt es sich an. Die gesamte Behandlung, also das Lasern beider Beine mitsamt dem Vorgespräch, der Messung und dem Auftragen des Gels, dauerte weniger als eine Dreiviertelstunde lang. Tatsächlich ist es so, dass das kurze Schmerzempfinden, wenn man es überhaupt so nennen will, nur einige Sekunden lang anhält. Kurz nach der Behandlung fühlten meine Beine sich schon so an, als sei nie etwas passiert.

Leider sahen sie auch fast so aus. Einige dunkle Verfärbungen von eingewachsenen Haaren und Schnakenstichen waren etwas heller geworden. Frau Kegreiß erklärte mir auf meinen vielleicht enttäuscht wirkenden Gesichtsausdruck lachend, dass diejenigen Haare, die sich beim Beschuss in der Wachstumsphase befanden, erst nach einigen Tagen ausfallen würden. Sie habe aber ein gutes Gefühl – die Voraussetzungen seien wohl trotz meiner relativ gebräunten Haut ideal zum Lasern gewesen. Vielleicht umso besser, dass meine Beinhaare immer dicker und dunkler wurden…

Meine Erfahrung mit Hautnah Kosmetik war also durchweg positiv – einen Termin für die zweite Behandlung habe ich bereits vereinbart und bin gespannt, ob ich bis dahin schon eine Verbesserung verzeichnen konnte. Ein Bericht wird folgen.